Viktorianisch


Ich möchte Sie nicht mit der Geschichte der Spiritismusbewegung langweilen. Ihr Siegeszug, der 1847/48 mit drei jungfräulichen Schwestern namens Fox in Hydesville, New York begann, im 19. Jahrhundert in Großbritannien seinen Höhepunkt erlebte und in verschiedenen Ausprägungen bis heute andauert, kann leicht im Internet nachgelesen werden…

Mein Name ist Marlene Klaus, ich bin die Autorin der Krimireihe um die englische Lady Gloria.Was man nicht wissen muss, aber vielleicht erahnen kann, ist, dass die Gloria-Romane stets etwas mit der Liebesbeziehung eines bekannten fiktiven oder historischen Paares zu tun haben. Diese Paare kommen in den Romanen nicht vor, doch dienen sowohl ihre Biografien als auch einige ihrer Handlungsaspekte als Vorbilder für die agierenden Figuren…


Aktuell beschäftige ich mich mit der kürzlich erschienenen Folge von Gloria, die den Titel „Gloria und die Londoner Liebschaften“ trägt. Aus diesem Grund stelle ich euch derzeit bei Facebook die entsprechenden real existierenden Protagonisten vor…

In der viktorianischen Ära blühte die britische Wirtschaft und das Arbeitsleben trennte sich vom Familienleben. Unterstützt von der anglikanischen Kirche entwickelte sich ein hehres Bild von Ehe und Familie und gerade die Frauen der prosperierenden Mittelklasse unternahmen große Anstrengungen, diesem Ideal zu entsprechen. Ihre oberste Pflicht war es, dem männlichen Haushaltungsvorstand (Gatte/Vater) ein gepflegtes und gemütliches Zuhause zu bieten…

Die Antwort auf die Frage, wie es der Giftmörderin Adelaide Bartlett 1885 gelang, ihrem Ehegatten Chloroform in flüssiger Form zu verabreichen, ohne dabei seine Speiseröhre zu verätzen, ist heutzutage ebenso in Vergessenheit geraten wie das Geheimnis jenes Zaubertricks, den der französische Illusionist Hamilton am 16. Januar 1860 zum ersten Mal vorführte…