Wie würdest du die Handlung in drei Sätzen skizzieren?

Der junge Künstler Noël hat eine schwerwiegende Schaffenskrise, dabei muss er Bilder malen und vor allen Dingen verkaufen, um sich das Leben in Paris leisten zu können. Mit Hilfe des Lebemanns Thujon kommen die Inspirationen jedoch endlich wieder und der ersehnte Erfolg stellt sich ein. Doch Noël bemerkt zu spät, welchen Preis er für die neuen Inspirationen zu zahlen hat und dass ihm die Beziehung zu Thujon alles andere als guttut.

Wieso hattest du das Bedürfnis einen klassischen Gothic-Roman über Absinth zu schreiben?

Ich mag sowohl das Getränk als auch die Zeit seiner Hochphase im ausgehenden 19. Jahrhundert aus historischer Sicht sehr gerne. Da lag es für mich nahe, beides miteinander zu verbinden. Ich stelle mir vor, dass auch Größen des Gothic Genres, wie Edgar Allan Poe, ganz gerne mal an dem ein oder anderen Gläschen genippt haben, während sie ihre düsteren Geschichten schrieben.

Was hat dich zu deinem Buch inspiriert?

Die Inspirationen zu meinem Roman, welcher in Paris spielt, habe ich tatsächlich nicht in Paris gefunden, sondern in Prag. Es gibt ein berühmtes Gemälde von Viktor Oliva mit dem Namen „Der Absinthtrinker“, welches im Prager Café Slavia hängt. In diesem wunderschönen Jugendstil Café habe ich während eines Urlaubs gesessen und beim Betrachten des Gemäldes formten sich sehr viele Ideen in meinem Kopf.

Wieso hast du dir als Setting das Paris der Belle Époque ausgesucht?

Absinth galt zur Zeit meiner Geschichte als Modegetränk – grade bei Künstlern der Bohème. Dadurch, dass ich einen Einblick in die Künstlerszene zeigen wollte, bot sich Paris mit seinem bekannten Künstlerviertel Montmartre und den einschlägigen Etablissements wie dem Moulin Rouge und dem Café Chat Noir mehr an als das im Vergleich dazu doch etwas biedere Prag.

Der schmale Grat zwischen Genie und Wahnsinn – ein Thema das auch gut in die Gegenwart passt?

Ich glaube jeder, der schon einmal unter Zeitdruck etwas für ihn sehr Wichtiges erledigen musste, kann bestätigen, dass das Thema mehr als aktuell ist 😉

Welche Leserschaft wollest du mit dem Buch ansprechen?

Das ist schwer zu sagen. Ich glaube, ich hatte so recht keine wirkliche Zielgruppe vor Augen.

Was liest du privat gern?

Tatsächlich das, was ich selbst auch schreibe. Historische Romane in allen Facetten, am liebsten angesiedelt im Viktorianischen England – ich bin ein großer Fan von Sherlock Holmes.

Welche Frage, die wir noch nicht gestellt haben, hättest du dennoch gern beantwortet? Wie lange hast du an dem Roman gearbeitet?

Ich habe bei Absinthe gesehen, wie lange ein künstlerischer Prozess von der ersten Idee bis zum fertigen Buch dauern kann. Auf die grundlegende Idee bin ich im Jahr 2012 gekommen und vollendet habe ich den Roman im Sommer 2020. Also fast acht Jahre lang habe ich gefeilt und gebastelt, ehe er nun im Frühjahr 2021 veröffentlich wird

Selina Schuster

Autorin der Gothic Novel Absinthe


Buchtitel von Selina Schuster


Absinthe

Paris zur Zeit der Belle Époque. Der junge Maler Noël muss seine Bilder verkaufen, sonst kann er sich seinen Traum, das Leben in Paris, nicht leisten. Der Druck führt zu einer Blockade, er bringt keinen Pinselstrich mehr auf die Leinwand. Sein Freund Toulouse-Lautrec überredet ihn daher zu einem Ausflug ins Varieté Moulin Rouge, um ihn auf neue Ideen zu bringen …